Geschichte

Innovativ seit fast 140 Jahren

Nachdem fünf Flensburger Reeder ihre Dampfschiffe - wie die meisten deutschen Reeder - bislang immer in England bauen ließen, entwickelten sie irgendwann den Spirit, Schiffe zukünftig selbst zu bauen. Aus der Idee wurde Wirklichkeit: 1872 gründeten sie die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. Bereits drei Jahre später lieferten sie den ersten Neubau, die "Doris Brodersen", ein Segelschiff aus Stahl,  an einen der Gesellschafter aus. Ein Jahr später folgte bereits das Handelsschiff "Septima". 

Auch in den folgenden Jahrzehnten haben wir Flensburger Schiffbauer uns mit unserer Arbeit einen hervorragenden Ruf erworben. Bis heute haben wir fast 750 Neubauten abgeliefert. Während im vergangenen Jahrhundert eine ganze Bandbreite von Schiffstypen entwickelt und gebaut wurde, konzentrieren wir uns heute auf den Spezialschiffbau: Maßgeschneiderte Entwicklungen im RoRo- und RoPax-Bereich, aber auch in den Bereichen Marineschiffe, Offshore und Cruiseliner.

Management-Buy-Out

Ein weiteres Erfolgskapitel folgt im Dezember 2008: Unsere Werft bekommt neue Eigentümer. Unser bisheriger (und zukünftiger) Geschäftsführer Peter Sierk sowie Investoren um die Münchener Orlando Management AG erwarben von der Lübecker Oldendorff-Gruppe die Geschäftsanteile unserer Werft im Rahmen eines sogenannten Management-Buy-Outs (MBO).

Die neuen Besitzer übernahmen unsere Werft in ihrer bestehenden Form ohne Änderung des Geschäftsumfanges. Damit war klar: Auch in Zukunft würden wir als unabhängige Werft mit starker Kompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung geführt werden.

Peter Sierk sagte damals: "Die Werft ist bis in das Jahr 2013 hinein mit Aufträgen ausgelastet. Das ist der höchste Auftragsbestand in der Geschichte der FSG und in erster Linie der Verdienst unserer 700 Mitarbeiter. Sie sind das Rückgrat unseres Erfolges - und daran wird sich nichts ändern."

Daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Unsere Werft steht heute mehr denn je in ihrer fast 140jährigen Geschichte im Dienste des Kunden.

Mitarbeiterentwicklung

Die Entwicklung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft war von Anfang an eng mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verbunden, und dies spiegelt sich auch in der Mitarbeiterentwicklung.

Ob Weltwirtschaftskrisen, Kriege oder auch „normale“ Werftenkrisen, sie alle hatten Auswirkungen auf die Anzahl der Beschäftigten. So ergaben sich über die rund 140 Jahre des Bestehens erhebliche Schwankungen in der Beschäftigtenzahl, von ein paar Dutzend bis zu mehr als 2600 Mitarbeitern.

Nach der Gründung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft stieg die Anzahl der Beschäftigten bis zum historischen Höchststand im Jahre 1903 auf insgesamt 2614 Mitarbeiter an.

Danach kam es zu einer stetigen Reduzierung. Bis zur Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre schrumpfte die Belegschaft schließlich wieder auf den historisch niedrigsten Wert von ca. 60 Mitarbeitern, um dann anschließend wieder Jahr für Jahr kontinuierlich anzuwachsen. In den 50er Jahren wurden inzwischen wieder rund 2500 Mitarbeiter auf der Werft beschäftigt. Von jetzt ab wurden aber, aufgrund einer immer weiter ansteigenden Automatisierung und Umstellungen in den Produktionsverfahren, immer weniger Arbeiter zur Herstellung eines Schiffes benötigt.

In den vergangenen Jahren fanden rund 600 bis 700 Personen bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft eine gute Beschäftigung.

Über die letzten 60 Jahre ist jedoch eine Tendenz klar zu erkennen, und das unabhängig von der Beschäftigtenzahl: Der Anteil der Angestellten, insbesondere der Konstrukteure und Ingenieure, nimmt im Verhältnis zu den Arbeitern kontinuierlich zu. So waren 1951 lediglich 7,5 % der bei der FSG beschäftigten Mitarbeiter Angestellte. Über die Jahre ist der Anteil dann stetig gestiegen, und das bei steigenden Ablieferungszahlen, auf nunmehr fast 30% im Jahre 2011 mit steigender Tendenz.

Wir feiern gern. Am liebsten mit Ihnen.

Wir entwickeln und bauen unsere Schiffe gemeinsam mit und für unsere Kunden. Das beste Produkt und ein zufriedener Kunde stehen für uns ganz selbstverständlich im Mittelpunkt.

Und wo Schiffe gebaut werden, sind auch Menschen: Mitarbeiter auf der Werft, von der Bauaufsicht des Reeders, die Reederei selbst und deren Kundschaft. Neben technischen, planerischen und kaufmännischen Herausforderungen eines komplexen Projektes ist deswegen auch der zwischenmenschliche Faktor für uns von großer Bedeutung.

So ist es eine lange Tradition unserer Werft, unsere Kunden zu den großen Meilensteinen bei der Entstehung ihres Schiffes einzuladen und mit ihnen den ersten Brennschnitt, Kiellegung, Stapellauf und Ablieferung gemeinsam zu erleben. Für unsere Kunden bietet es darüber hinaus ganz oft die willkommene Plattform, ihren potentiellen Charterern das Schiff im Rahmen der Taufe oder Ablieferung vorzustellen und sie von der Qualität und Zuverlässigkeit der FSG-Schiffe zu überzeugen.

Mit jedem Schiff, das wir bauen, wächst die FSG-Familie. Wir nehmen uns die Zeit, gemeinsam mit unseren Partnern diese Meilensteine gebührend zu feiern.