Lennart ist 18 Jahre alt und studiert Erneuerbare Offshore Energien an der HAW in Kiel. Er ist am 11. September bei der FSG gestartet und unser erster dualer Student in diesem Studiengang.
1. Warum hast du dich für ein duales Studium bei der FSG entschieden?
Für mich war wichtig, dass ich nicht nur in Vorlesungen sitze, sondern auch sehe, wie Dinge in der Praxis funktionieren. Schiffe spielen in meiner Familie schon seit vielen Generationen eine große Rolle und ich selbst bin jedes Jahr segeln. Dadurch hatte ich schon früh einen Bezug zu Werften und zum Schiffbau.
Die FSG hat mich direkt angesprochen, weil man dort an echten Projekten arbeitet und viel mitbekommt. Ich wollte an einen Ort, an dem ich die Theorie aus der HAW mit dem verbinden kann, was später wirklich passiert. Das hat mich überzeugt.
2. Wie war dein erster Eindruck, als du auf der Werft angefangen hast?
Ich habe ziemlich schnell gemerkt, wie viele Schritte nötig sind, damit ein Schiff überhaupt entstehen kann. Man sieht das von außen nie, aber in der Werft bekommt man einen guten Eindruck davon, wie viel Arbeit und wie viel Vorbereitung dahintersteckt.
Außerdem fand ich es beeindruckend, wie groß alles ist. Man steht zwischen riesigen Bauteilen und merkt plötzlich, wie viel Technik und Organisation da drin steckt.
3. Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus zwischen HAW und Werft?
Während der Vorlesungszeit bin ich von Dienstag bis Freitag an der HAW. Dort geht es um die theoretischen Grundlagen und die Fächer, die man für später braucht.
Montags und in der vorlesungsfreien Zeit bin ich auf der Werft. Zurzeit bin ich in der Konstruktionsabteilung und bekomme dort die Programme und Abläufe gezeigt, mit denen Schiffe geplant werden. Ich sehe, wie einzelne Schritte zusammenlaufen und wie aus einem digitalen Modell am Ende etwas Reales wird. Das hilft mir, die Inhalte aus der HAW besser einzuordnen, ohne dass ich alles schon perfekt beherrsche.
4. Was für ein Typ Mensch sollte man für den Studienweg sein und wie würdest du dich selbst beschreiben?
Ich glaube, man sollte offen dafür sein, neue Dinge auszuprobieren und keine Angst davor haben, Fragen zu stellen. Man muss nicht alles sofort können. Wichtiger ist, dass man dran bleibt und Interesse zeigt.
Ich selbst versuche, neugierig zu bleiben und mich Schritt für Schritt in die Themen reinzuarbeiten. Wenn man bereit ist, dazu zu lernen, kommt man gut voran.
5. An welchem Projekt arbeitest du aktuell?
Im Moment beschäftige ich mich mit Formriegeln. Das sind Hilfsteile, die man braucht, um die Außenhaut eines Schiffes zu bauen. Die Stahlplatten sind oft gebogen oder verzogen und damit sie beim Schweißen nicht verrutschen, werden die Formriegel so angepasst, dass die Platten fest liegen und eine saubere Schweißnaht möglich ist.
Ich sitze also an einer echten Aufgabe und an einem richtigen Problem. Meine Formriegel werden später vielleicht nur als Vorlage genutzt, aber es fühlt sich gut an, an etwas zu arbeiten, das tatsächlich im Schiffbau gebraucht wird.
6. Wo siehst du dich in ein paar Jahren?
Ich möchte erst einmal verschiedene Bereiche kennenlernen, weil es im Unternehmen viele Möglichkeiten gibt. Später könnte ich mir vorstellen, in einem Bereich zu arbeiten, der zu meinen Interessen passt, also dort, wo ich mit Technik, Planung oder praktischen Aufgaben zu tun habe und selbst mitarbeiten kann. Ganz genau weiß ich noch nicht, wohin es mich zieht, weil ich gerade erst am Anfang stehe und noch viel Neues kennenlernen werde.
7. Was macht dir mehr Spaß Vorlesungen oder der Alltag auf der Werft?
Beides hat für mich seinen eigenen Wert. In den Vorlesungen an der HAW lerne ich die Grundlagen, die ich brauche, um alles zu verstehen. Auf der Werft bekomme ich dagegen einen Blick dafür, wie das später angewendet wird.
Da ich überall noch relativ frisch drin bin, passen die beiden Sachen im Moment gut zusammen. Ich merke mit der Zeit bestimmt noch stärker, wie sie sich ergänzen.
8. Wie bist du auf das Studium gekommen?
Ich hatte vorher schon von dem Studiengang gehört, konnte mir aber nicht richtig vorstellen, was genau dahinter steckt.
Beim Infotag an der HAW wurde der Studiengang dann genauer vorgestellt und das hat mir geholfen, ein klares Bild zu bekommen. Danach wusste ich, dass das gut zu meinen Interessen passt und dass ich das ausprobieren möchte.
